Über uns
Forschungsfelder
Projekte
Kontakt-Formular
Impressum

Einige Beispiele aus unseren Forschungs- und Beratungstätigkeiten:


Politik und Sprache

polis hat in einem qualitativen Forschungsprojekt die Resonanz von Begriffen der Sozialpolitik in der Bevölkerung analysiert. Ziel war es herauszufinden, ob die politische Kommunikation mit diesen Begriffen verstanden wird und somit auch die inhaltliche Argumentation und Erläuterung zu Schlüsselthemen wie Rente, Sozialversicherung oder auch Gesundheit sowie Pflege mit Offenheit rechnen kann.

Ein wichtiges Ergebnis: Viele Begriffe, die zur „Alltagssprache“ der Sozialpolitiker gehören, werden nicht oder falsch verstanden und müssen entweder ersetzt oder erläutert werden.

Beispiel: „Lohnnebenkosten“ bzw. „Lohnzusatzkosten“:
Nur eine Minderheit der Bevölkerung hat davon eine genaue Vorstellung, ein beträchtlicher Teil hält die Steuer auf Arbeitseinkommen für einen Teil der Lohnnebenkosten.

Beispiel: „Generationenvertrag“
Viele Bürgerinnen und Bürger haben die Vorstellung, dass sie die von ihnen eingezahlten Beiträge zur Sozialversicherung später in Form einer Rente „zurückerhalten“. Sie haben deshalb Mühe, den Zusammenhang zwischen demographischem Wandel und den Problemen der Rentenkassen nachzuvollziehen.

Forschungsmethode: Focusgruppen




Begleitforschung zu wichtigen Instrumenten der Arbeitsmarktpolitik

Gemeinsam mit dem Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) hat sinus zwei Instrumente der aktiven Arbeitsmarktpolitik evaluiert, die im Jahr 2002 eingeführt wurden: Die so genannten Vermittlungsgutscheine (VGS), mit denen Arbeitslose private Vermittler vergüten können, sowie die „Beauftragung Dritter“.

Zielkriterium der neuen Vermittlungsinstrumente war die Wiedereingliederung von Arbeitslosen in Beschäftigung und die Verringerung der Verweildauer in Arbeitslosigkeit.

Aufgabe der wissenschaftlichen Begleitforschung war es, die Inanspruchnahme und Wirkung der beiden Instrumente zu analysieren, zu bewerten und gegebenenfalls funktionale Alternativen zu diskutieren.

Die Ergebnisse der Evaluation veranlassten die Bundesagentur für Arbeit u.a. zu Änderungen insbesondere beim Instrument Beauftragung Dritter.

Forschungsmethoden: Wirkungsanalyse auf der Basis von Prozessdaten. Gespräche und Umfragen bei Fach- und Führungskräften der Agenturen, Befragung von arbeitslosen Nutzern sowie von privaten Arbeitsvermittlern.


 

Neustrukturierung der Öffentlichkeitsarbeit eines Ministeriums

Ein Landesministerium ließ im Rahmen einer Bevölkerungsbefragung sein Image, die Wahrnehmung seiner Arbeit in der Öffentlichkeit und die Erwartungen an die zukünftigen Arbeitsschwerpunkte in Erfahrung bringen.

Auf der Basis der Forschungsergebnisse wurden in ganztägigen Workshops mit den Experten des Hauses Projekte zur Verbesserung der öffentlichen Präsentation des Ministeriums entwickelt.

Forschungsmethoden: Bevölkerungsbefragung face-to-face, Ideen-Workshops

 

Die Zukunft eines Flughafens

Der Betreiber eines deutschen Flughafens erwägt Kapazitätserweiterungen. Für die mittelfristige Planung und die Absicherung seiner Argumentation in der Öffentlichkeit erhält er Ergebnisse aus einer breit angelegten Repräsentativerhebung, die in der Bevölkerung der Region durchgeführt wurde.

Das Image des Flughafens ist außerordentlich positiv, Kapazitätserweiterungen finden mehrheitlich Akzeptanz. Widerstände konzentrieren sich auf die unmittelbar betroffenen Gebiete. Das Meinungsbild in der Bevölkerung ermöglicht eine sachliche, aber durchaus offensive Öffentlichkeitsarbeit.

Forschungsmethode: Multiplikatorenbefragung, repräsentative Bevölkerungsbefragungen





Identität und Modernität im Ruhrgebiet

Das Ruhrgebiet wird als einheitliche Region erfahren, die sich durch ihre Stärken und Schwächen von anderen Regionen deut-lich unterscheidet.

Das Ruhrgebiet ist wie keine andere Region von seiner besonderen Vergangenheit geprägt, diese soll auch künftig nicht geleugnet werden, sie soll vielmehr der Anker für ein anderes, modernes Image des Ruhrgebietes sein.

Es gibt trotz ausgeprägter kommunaler Identitäten das Bedürfnis nach einer Klammer, die das Ruhrgebiet als Region zusammen hält.

Die Identität des Ruhrgebietes gilt als wesentliche Voraussetzung für die Zukunftsfähigkeit dieser Region: Das Ruhrgebiet hat im interkommunalen Konkurrenzkampf nur als „Metropole“ eine Chance.

Insgesamt wird die Zukunft des Ruhrgebietes bemerkenswert positiv gesehen.

Problematisch allerdings: Bei potentiellen Investoren aus dem amerikanischen und asiatischen Raum besteht noch immer das Bild der Kohle- und Stahlregion.

Forschungsmethoden: Telefoninterviews mit potentiellen Investoren in zehn europäischen Ländern und den USA




Standortqualitäten

Zur Klärung der Frage, welchen Stellenwert weiche Faktoren bei Standortbewertungen und Standortentscheidungen haben, gab ein Ministerium für Stadtentwicklung eine empirische sozialwissenschaftliche Untersuchung in Auftrag.

Sie gliederte sich in eine qualitativen Pilotstudie und eine Repräsentativbefragung bei 400 repräsentativ ausgewählten Führungskräften und Entscheidern in privatwirtschaftlichen Unternehmen in einem westdeutschen Bundesland mit einem Jahresumsatz von mindestens fünf Millionen D-Mark.

Der Wirtschaftsstandort wird von der Mehrzahl der ansässigen Führungskräfte als beinahe ideal bezeichnet. Dieses positive Urteil wird mit einer günstigen Verkehrsanbindung, einem guten Absatzmarkt und dem breiten Angebot an qualifiziertem Personal begründet. Es basiert aber auch auf dem Image, der Lebensqualität und dem sozialen Frieden in der Stadt bzw. am jeweiligen Standort.

These: Die aktuelle, normativ geführte  Debatte um den "Wirtschaftsstandort Deutschland" ist zu einseitig fixiert auf quantifizierbare, ökonomisch eindeutig messbare Standortfaktoren. Weiche Standortfaktoren spielen faktisch - aktuell wie in der Zukunft - eine größere Rolle als dies bislang in diesen Debatten zur Kenntnis genommen wird.

Forschungsmethode: Einzelexplorationen, Focusgruppen, telefonische Repräsentativbefragung




Einführung von Ganztagsschulen

Im Jahr 2002 begann die Landesregierung in Rheinland-Pfalz, Ganztagsschulen einzuführen.

Die Begleitforschung zu dieser Maßnahme erbrachte kontinuierlich den Nachweis, dass diese Schulform mit ihren Angeboten nicht nur von Schülern und Lehrern, sondern auch von den Eltern sehr positiv aufgenommen wird.

Die Forschung stellt fest, dass mit diesem Ausbaukonzept für die Ganztagsschulen eine Reform gelungen ist, die sich als „Marke“ erfolgreicher landespolitischer Arbeit durchgesetzt hat.

Die durchgeführten Wiederholungsbefragungen bei Eltern zeigen eine hohe Stabilität in den Meinungen und Beurteilungen.

Forschungsmethode: Einzelexplorationen, schriftliche Befragungen



Top

polis+sinus Gesellschaft für Sozial- und Marktforschung mbH  | kontakt@polis-sinus.de